Home - Meine Seefahrtszeit
 Persönliche Daten
 Erlebte Seefahrts-Geschichten aus meiner Fahrenszeit Seite 1-7 Neue Abenteuer der Seeschifffahrt
  Seefahrtsgeschichten Seite 2
  Seefahrtsgeschichten Seite 3
  Seefahrtsgeschichten Seite 4
  Seefahrtsgeschichten Seite 5
  Seefahrtsgeschichten Seite 6
  Seefahrtsgeschichten Seite 7
  Erlebnisberichte der Küstenmotorschiffe MS Hangrid, MS Atlantis, MS Gerfried
 Reederei-Flaggen
 Mein maritimes Hobby
 Maritimes Privatmuseum
 Schiffsregister
 Gästebuch
 Kontakt
 Impressum
 

Die Kümofahrt lebt: MS Hanngrid - MS Atlantis - MS Gerfried der Reeder: Tom Wörden - Gustav Krönke sowie Reeder- u. Eigner Harry Nagel

Seite versenden  Drucken

Die Halmstadtfahrt lebt doch

MS "Hanngrid" und MS "Atlantis" und MS "Gerfried" (auf der MS Gerfried bin ich nicht gefahren)

Den Kapitänen und Reedern (Eignern) Wilhelm tom Wörden, Gustav Krönke und späterer Reeder Harry Nagel aus Drochtersen.

In dem Jahre 1955 gründete der Reeder W. tom Wörden mit dem Reeder Gustav Krönke eine Partenreederei mit der MS "ATLANTIS", die bei der Schiffswerft Stade in Auftrag gegeben wurde. 1955 fuhr dann das erste Schiff, es folgte dann, mit dem Bau der MS "Hanngrid", ein sogenanntes Schwesterschiff. 1956 ging es in Fahrt. Die Atlantis und Hanngrid hatten schon eine Tragfähigkeit von 1.100 tdw. Die Schiffe wurden im Frachtverkehr nach England eingesetzt. 1965 wurden die Schiffe an den Schwiegersohn von Gustav Krönke, Kapitän Harry Nagel veräußert. Bis dahin fuhren die Schiffe im Linienverkehr von Halmstad, Schweden, mit dem schönen Fluß (River) Nissan, der etwa 200 Kilometer lang, und einer der längsten Flüsse in Südschweden ist. Von England, meist West-Hartlepool nach Schottland und zurück, meistens mit Kohle nach Dänemark durch den Limfjord, Aalboorg, Skive oder Randers, Kopenhagen und Ahrhus, sowie andere viele kleine Häfen von Dänemark. Ich persönlich habe das erstemal 1968 auf der MS Hangrid angemustert, und dann 1969, 1970 und 1971 auf der Hanngrid und Atlantis als Koch gefahren. Es war so geblieben, wir fuhren immer noch zwischen Halmstadt, England und Dänemark hin und her. In den späteren Jahren wurde die Ladung mit Kohle nicht mehr gemacht. Wir fuhren dann in Ballast zurück, denn das Holzfahren brachte wohl mehr ein. Aber so waren wir noch öfters in Halmstad, unserer geliebten Stadt. Wir wurden dort in der Stadt sehr gut aufgenommen. Man hatte Freunde und Bekannte, natürlich auch Mädels. Tja, es war wohl schöner als Zuhause. Aber ab 1970/71 kamen dann schon andere Länder dazu, wie Belgien, Niederlande, Finnland und auch Deutschland. Langsam ging die schöne Halmstadtzeit zu Ende. Ich muß eingestehen, sehr oft denke ich an die schöne Zeit in Halmstad zurück. Jetzt, mit dem Rentenalter, komme ich dazu, etwas oder ein wenig aufzuschreiben, aus der Seefahrtzeit. Es kommt noch mehr...

Für mich persönlich waren es ein paar schöne Jahre und als meine Heimat des Lebens. Ich habe mich oft gefragt, was wäre aus mir bloß geworden, wenn ich dort geblieben wäre. Verlobt war ich ja schon im schönen Schwedenland.

Am 08.12.2012 geschrieben copyright by H.J. Fischer

MS Hanngrid

Heimathafen: Stade, ex VANIA H, ex ASPA III, Bawerft: Stader Schiffswerft GmbH; Bj. 1956, Reederei: Gustav Krönke & Tom Wörden, aus Drochtersen/Basbeck, 1973 an Heinrich Nagel, 1974 an E.Stavros.Piräus (Griechenland) als VANIA H, 1976 an die Limini Shipping Co Ltd. Limassol, 1982 an Syrianos Bros Piräus Griechenland umbenannt in ASPA III, 1989 mit dem Heimathafen Mytilene (Griechenland), 1990 an Panagiotis Syrianos und war 1995 immer noch in Fahrt. Unterscheidungs-Signal: DFTT, BRT: 422/ 499,21, 1967 nach der Verlängerung. NRT: 286; tdw: 910; Länge: 48,73m; Breite: 8,83m; Höhe: 3,90m; Knoten ca.9 Meilen.

Hier fuhr ich als Kochsmaat in der Holzfahrt Schweden, England und Dänemark in Charter für die schwedische Firma Aktienbolaget TH Scheele aus Halmstadt, der auch immer unser Ausgangshafen war. Kapitän Herman Eenboom war ein sehr guter Kapitän. Seine Ehefrau Monika fuhr meistens mit der kleinen Insa, die Tochter war damals ca. fünf Jahre alt, mit. Wir passten schon auf, das die Insa nicht durch die Klüsen fiel. Dann war da noch der erste Matrose, Bully genannt, weil er so korpulent war. Mit Bully hatte ich etwas Verstimmung, aber dazu später. Noch einige Namen, die auf der Hanngrid gefahren sind: Reinhold Farber (genannt Langer), Decksmann (genannt Ziege), Helmut Emde (Spitzname vergessen).

Diese so genannten Kümos besaßen in der Kombüse einen 4 Flammen Gasherd, der mit Gasflaschen betrieben wurde. Auch das mußte immer gut organisiert werden, weil es zur damaligen Zeit noch nicht überall diese Euronorm Anschlüsse gab. In Schweden, Dänemark, England oder Deutschland gab es meist verschiedene Anschlüsse und des Öfteren mußte man umstöpseln. Aber viele hatten auch so genannte Ölbrenner in der Küche als Herd. Bei diesen Herden konnte man lange das Essen warm halten. Und als dann die ersten Neubauten der Container-Generation kamen, waren die Herde schon mit Strom. Auch die Küchen waren sehr gut gebaut. Es gab einen Kühlraum für Gemüse, und extra einen Frostraum.  Meist gingen die Messen von der Küche ab, so dass  man auch gleich die Mannschaft bedienen  konnte. Es gab ja auf diesen kleineren Schiffen keine Stewards. Mit diesem Schiff fuhren wir auch im gleichen Törn Halmstadt (Schweden), West Hartlepool (England) mit Holz. Das Holz wurde damals noch einzeln geladen, Brett für Brett. Die Liegezeiten waren wunderbar für uns Seemänner. Eigentlich waren wir wie eine große Familie und ich wundere mich heute immer noch,  warum ich nicht in Schweden geblieben bin, denn verlobt war ich ja in Halmstadt. In West Hartlepool wurde dann das Holz gelöscht. Das wurde auch wieder einzeln in Hieven gestaut. Meistens bekamen wir als Rückladung Kohle für Dänemark nach Skive,  Aalborg, Randers, Kolding, Logstör. Selbst nach Skagen sind wir gefahren, wenn dort Kohle benötigt wurde. Aalborg lag im wunderschönen Limfjord in Dänemark. Des Öfteren hatten wir auch in Aalborg Liegenächte mit dem Schiff. Hier gab es eine Diskothek  und auch Kneipen. In Aalborg bin ich auch auf der MS „Hanngrid“ eingestiegen (angemustert).  Ich bin damals noch mit dem Taxi, mit Taxi-Willi, von Hamburg nach Aalborg Dänemark gefahren. So  verrückt waren wir teilweise als Seeleute, für 500,00 DM Festpreis. Das war aber ein Taxifahrer unten am Fischmarkt. Man kannte sich, und viele aus der Seefahrt  hatten einen so genannten eigenen Fahrer. Wir kannten uns aber auch Privat. Matrose R. Farber,  genannt Langer, wohnt und arbeitet, wohl auch verheiratet, in England. Matrose Ziege, sein Spitzname, kenne ich nicht mit richtigen Namen. Dann war da noch Helmut Emde, auch Matrose und Bootsmann Bully, ein Brecher vor dem Herrn. Mit Bully konnte man immer viel Spaß an Land haben. Bully, wo bist Du bloß geblieben. In welcher Ecke dieser Welt bist Du hängen geblieben? Mein Bruder, Rainer Fischer, war auch auf der MS Hanngrid als Decksmann. 

Stolz fuhren wir mit dem Wappen am Bug mit der MS Hanngrid und der MS Atlantis, sowie die MS Gerfried (die auch meistens von Halmstadt aus fuhr), von Drochtersen an der Unterelbe bei Wischhafen und Krautsand in die Welt hinaus. Und wenn wir auch nur die Nord- und Ostsee befuhren, wurden wir doch sehr oft gefragt, wo denn die Stadt STADE liegt. Denn das war unser Heimathafen am Heck des Schiffes. Ja, wir Halmstadtfahrer, waren Stolz auf Halmstadt und unsere Schiffe. Da wir sehr selten nach Deutschland kamen, höchsten mal in die Werft aber einmal waren wir in Göteborg in Schweden in der Werft. Macht aber gar nichts, denn die meisten von uns hatten ein Mädel in Halmstadt oder West-Hartlepool. So gingen die Jahre dahin, aber geheiratet habe ich dann woanders. Unser Slogan hieß aber immer *Ich will nach Halmstadt zurück* Irgendwann wurde dann auch noch ein Lied daraus. 

Am 13.04.2011 geschrieben copyright by Hans-Jürgen Fischer

MS Hanngrid

Reederei Gustav Krönke aus Drochtersen, damals aus der Zeit, als Harry Nagel der Eigner war.

Ein kleiner Bericht, einer Reise mit der Hanngrid nach Kopenhagen.

Einmal kam der Tag, und wir hatten eine Zwischenreise nach Kopenhagen, die Hauptstadt von Dänemark, gemacht. Einer, ich weiß nicht wer es noch war, kam auf dem Gedanken, kommt, wir gehen an Land bei Nyhamn 17. Das ist eine Kneipe, die ja vielen Seeleuten bekannt ist. Sollte an Steuerbord ein Tätowierladen sein, hätten wir uns alle tätowieren lassen. In unserer schon fortgeschrittenen Feierlaune sagten wir wohl alle ja zum tätowieren. Verrückt, wie wir damals waren, gingen wir an Land in Richtung Nyhamn, dem Vergnügungsviertel von Kopenhagen. Zu fünft nun hinein in den Laden zum Tätowieren, einer von uns war ja nun der erste und so ging es immer weiter, wir warteten bis man an der Reihe war. Ich war der Letzte, aber dazu kam es nicht mehr. Mir war die Zeit zu lang geworden und ich hatte ziemlichen Durst auf ein Tuborg oder Carlsberg Bier bekommen. Ich bin dann hoch in die Kneipe, Nyhamn 17 und habe mir erst einmal ein kühles Blondes bestellt. Ich hatte mir schon einen Anker mit Schlange und den Namen meiner kleinen aus Schweden, Rosemarie ausgesucht, aber nach ein paar Bier war alles vergessen. Nächsten Morgen an Bord sah ich die Bescherung. Drei waren tätowiert, ein Matrose hatte sich auch nicht getraut, naja, dann war ich das ja nicht alleine. Eigentlich war ich ganz froh, dass diese Bierlaune nicht zum Erfolg führte. Bei einem Leichtmatrosen hatte es sich stark entzündet. Er mußte zur Behandlung nochmal zum Arzt. Auch dieses Ereignis hatte er überstanden und wir fuhren weiter durch die Nord- und Ostsee mit unserer Hanngrid.

Am 08.12.2012 geschrieben copyright by Hans-Jürgen Fischer

MS ATLANTIS

ex MARIANNE V / ex VESPA I, Baujahr: 15.10.1955; Heimathafen: Stade, Reeder: Gustav Krönke & Tom Wörden, Gräpel, Stade (Drochtersen), Unterscheidungs-Signal: DFTQ; BRT: 422,05 und 499; tdw: 740 und 905; NRT: 183 und 282; Länge: 48,97m nach der Verlängerung im September 1968: 56,67m; Breite: 8,83m; Tiefgang: 3,90m; Knoten: 9,5 Seemeilen; Stader Schiffswerft GmbH, Stade, Bau-Nr. 171. 1972 an Dora Krönke, 1973 an Mgr. Heinrich Nagel, 1974 verkauft an die Karavostasi Shipping & Co.Ltd. Limassol (Cypern), neuer Name MARIANNE V. 1984 an Vespa Nav Ltd. Valetta (MLT) Mgr.Volkmar Bäume, umbenannt in VESPA I. Am 05.03.1986 in Rotterdam aufgelegt, und am 01.10.1987 nach Gent, zum Abbruch.

Unter Kapitän Jan Ruinis, da waren auch ein Kapitän Clemens und der Steuermann Haagenah, fuhr ich ca. 11 Monate als Kochsmaat, wurde dann umgemustert als Koch. Es war eine sehr schöne und erlebnisreiche Zeit an Bord. Einmal fischten wir im Kattegatt ein schwedisches Ehepaar mit ihrer kleinen Tochter auf, und brachten sie nach Halmstadt. Was war das für ein Empfang, als wir einliefen. Alles Menschen, und die Presse, aber für uns war es ja normal, dass man hilft. Ich hatte mich dann auch in Halmstadt irgendwann verliebt. In England kaufte ich die Verlobungsringe. Als wir dann in Halmstadt einliefen und ich mit ihr in die Stadt ging, bei der Brücke über der Järn, steckte ich ihr dann den Ring auf. Wir waren viele Monate zusammen, aber als die kleine Rosemarie Jansson mich dann fragte, ob ich sie Heiraten möchte, fühlte ich mich doch noch ein wenig zu jung. Das war mir nicht geheuer, so habe ich dann ganz schnell auf ein anderes Schiff der Reederei angemustert. Das hätte ich man nicht tun sollen, denn das, was ich damals mit einem netten Mädel aus Schweden gemacht habe, beschäftigt mich noch heute, obwohl ich fast 60 Jahre alt bin. Einmal war ich mit meiner jetzigen Frau und unseren beiden Kindern 1990 in Südschweden in Urlaub. Wir sind durch Halmstadt gefahren und haben Ausschau nach Ihr gehalten. Sogar meine Frau hat mitgesucht. Ob Rosemarie auch so denkt und noch wartet? Wir, von den Schiffen der Reederei Gustav Krönke, unser Kapitän Harry Nagel und später Reeder aus Drochtersen, hatten sehr guten Kontakt zu den Menschen in der Stadt. Selbst die Geschäftsleute kannte man, und grüßte sich. Es wurden Partys gefeiert und wir gingen zusammen zu den Vergnügungsstränden (Österstranden und Tylösand, war ein bisschen weiter weg). Man hatte sehr tollen Kontakt zu deutschen Familien wie z. B.: Richard Lipinski und die Tochter Eva. Die kamen oft an Bord zu einem Snack. Zu einem Friseursalon hatten wir auch sehr guten Kontakt, denn dort lernte meine Verlobte Friseurin. Es kamen von dort alle Mädels an Bord, und es wurde gefeiert. Es blieb aber alles im Guten, denn wir waren wie eine große Familie. Wenn wir im Hafen lagen, kam der Matrose, man nannte ihn Robby, der Akordionspieler, und wir saßen hinten an Deck. Er spielte Akordion, sein erstes Lied, wo wir alle mitsangen, hieß ,,Hein spielt abends so gern unterm Schlüpfer bei Ihr", und danach kam ,,Eisgekühlte Coca Cola". Einmal feierten wir auch Sylvester in Halmstadt, an einem großen, runden Tisch, in einem Cafe. Dort waren wir öfter. Knaller und Kanonenschläge hatten wir von England und Dänemark mitgebracht. Wir nun hinein zum Feiern, Wolfgang B. fing zuerst an zu ballern, alles lachte und freute sich. Wir warfen einige Böller unter den Tisch, so dass der ganze Teppich verbrannte. Das aber machte den Besitzern nichts aus. Wir hatten später zusammengelegt und die Rechnung für den Schaden bezahlt. Getrunken hatten wir meist Coca Cola, aber den Dreistern, Wodka oder Gin hatten wir in der Jackentasche innen versteckt. Natürlich in kleineren Flaschen. Wenn man in Schweden in einem Restaurant essen ging, mußte man erst essen und dann bekam man auch einen Bacardi Cola oder ähnliches. Der war aber nicht billig.

61 Stück Osterglocken aus der Churchstreet hatten es mir angetan.

Wir machten eine Reise nach Great Yarmouth in England. Es war Ostern, und wir lagen das ganze Wochenende im Hafen. Zu Dritt gingen wir an Land in ein PUB. Als dann Time Please war, hatten wir schon ordentlich einen im Tee. Ich sah auf dem Nachhauseweg, wir gingen die Churchstreet entlang, die vielen Osterglocken dort im großen Beet blühen. Da wir ja Ostern hatten, dachte ich so bei mir, wäre es schön, wenn morgen früh in den Messen ein Strauß Blumen auf den Tisch steht. Das muss ja schön aussehen. Das hatte ich den zwei anderen vom Schiff auch so erzählt. Gesagt, getan, wir gingen in die Beete und pflückten Osterglocken mit Stiel. Ich hatte 61 Stück und die anderen, das wusste ich nicht genau. Na ja, jedenfalls, auf den Weg zum Dock überquerten wir eine Brücke. Ich ging auf der linken Seite und die anderen zwei auf der rechten Seite. Die beiden wurden durch Bobbys angehalten, und ich rief, was ist denn da los. Aber anstatt dessen, das ich nun meine Osterglocken in den River werfe, nein, dafür waren die ja zu frisch. Ich stolzierte nun in Richtung Bobbys und meinen Kameraden von Bord. Da nahmen die mich doch glatt fest, und so mußte ich mit auf die Wache. Nun war ausschlafen angesagt. Morgens gab es dann noch Eier mit Schinken (Ham & Egg) und Kaffee. Um 10 Uhr waren wir auf einer erhöhten Kanzel im Gerichtsaal. Unten vorne, die Richter, mit so komischen Haaren (Perücke). Doch was sah ich dann da im Saal? Da war unser Kapitän J.Ruinys in der Menge mit dem Makler (unsere Rettung). Dann wurde gerichtet, aber verstanden habe ich ja sowie nicht viel, denn mein Englisch ist nicht so gut. Aber als das Urteil kam, das habe ich dann doch verstanden. 11 Pound and 60 Pents, für jeden. Das war ja viel Geld damals. Dann kam die Erlösung, unser Kapitän Herr J.J.Ruinys hat uns dann ausgelöst. Noch heute fallen mir diese kleinen Schandtaten ein und deshalb schreibe ich sie jetzt auch auf.

Die Deckslaststützen bestanden aus Eisenbahnschinen die hielten wenigstens, besser als Holz und blieben meistens dran.

Einige die auf der MS Atlantis gefahren sind: Erich Pohlmann, Kapitän, Horst Jäckel, Matrose ?, Hermann Feller, Steuermann, Günther Grünberg, Helmut Wolf, Jürgen Fröhnert, Hilmar Büsing (Spitzname Benjamin), Werner Wiese, Koch, Hans-Jürgen Fischer, Koch, Eduardo da Silva, Matrose (Portugiese), Axel Sievers, Jungmann, Jan Jörgis Ruinys, Kapitän, Clemens, Kapitän, Helmut Behrens, Matrose, Haagenah, Steuermann und Leichtmatrose mit Spitzname Robby, Wolfgang Berger, Matrose. 

Stolz fuhren wir mit dem Wappen am Bug mit der MS Hanngrid und der MS Atlantis, sowie die MS Gerfried (die auch meistens von Halmstadt aus fuhr). von Drochtersen an der Unterelbe bei Wischhafen und Krautsand und fuhren damit in die Welt hinaus, wenn wir auch nur die Nord und Ostsee befuhren wurden wir doch sehr oft gefragt wo denn die Stadt STADE liegt, denn das war unser Heimathafen am Heck des Schiffes. Ja wir Halmstadtfahrer waren Stolz auf Halmstadt und unsere Schiffe. Da wir sehr selten nach Deutschland kamen, höchsten mal in die Werft aber einmal waren wir in Göteborg in Schweden in der Werft. Macht aber garnichts den die meisten von uns hatten ein Mädel in Halmstadt oder West-Hartlepool. So gingen die Jahre dahin aber geheiratet habe ich dann woanders. Unser Slogan hieß aber immer *Ich will nach Halmstadt zurück* Irgendwann wurde dann auch noch ein Lied daraus. 

Am 28.01.2009 geschrieben copyright by Hans-Jürgen Fischer

Motorschiff: HANNGRID

ex VANIATT, ex ASPA, Bauwerft: Stader Schiffswerft GmbH, Bj. 1956, Reederei: Gustav Krönke & Tom Wörden, aus Drochtersen / Basbeck, 1973 an Heinrich Nagel. 1974 an E. Stavros, Piräus (Griechenland) als VANIA H, 1976 an Limini Shipping Co Ltd. Limassol als ASPA, 1982 an Syrianos Bros. Piräus (GRC)  umbenannt in MS ASPA III mit Heimathafen Mytilene (GRC), 1990 an Panqiotis Syrianos, war 1995 immer noch in Fahrt. Unterscheidungs-Signal: DFTT, BRT: 422/ 499,21; 1967 nach der Verlängerung. Länge: 48,73m/ 56,67m; Breite: 8,83m; Höhe: 3,90m; Knoten ca.9 Meilen;

Kapitän und Reeder: Gustav Krönke starb 1965 im 65 Lebensjahr.

Im Jahre 1971 fuhr ich wieder einmal bei der Reederei Gustav Krönke als Koch. Wieder in der Halmstadt-Fahrt, doch man merkte schon, so langsam war die schöne ruhige Zeit der Seefahrt vorbei. Man fuhr schon andere Häfen und Länder an. In der Nord- und Ostsee, die  Containerrevolution hat auch die so genannten Kümos erreicht, es wurde alles schneller und moderner. Die ersten Neubauten von Sietas, Peters und Husumer Schiffswerften fuhren an einem  vorbei, gewaltige Schiffe. Mit Mac Gregor Luken, nicht mehr Lukendeckel schwingen und Scheerstöcke verschieben, erst einmal fuhren wir noch sutje. Eines Tages, wir lagen wieder in Halmstadt und hatten eine ordentliche Feier (Party) an Bord, am nächsten morgen hatten viele einen schweren Kopf. Wir hatten von der Küche runter in die Manschaftsmesse einen Fahrstuhl mit Hand zu bedienen. Der Matrose Bully rief mit rauer Stimme in den Schacht hinein: „Kocki, Eier mit Speck und Zwiebeln auf Toast, Tomaten und Paprika!“ Ich machte alles fertig.  Da kam mir der Gedanke, den muß ich nun aber mal ärgern. Der schrie immer so laut, obwohl er  ein Gemütsmensch war. Ich hatte gerade einen Schweinekopf in der Küche, denn ich wollte Schweinskopfsülze machen. Nun, gedacht und getan, wie ich den da liegen sah, nahm ich den Frühstücksteller, darauf kam dann Toast, 3 Spiegeleier, ausgebratener Speck, Tomaten und Paprika. Dann schnitt ich ungefähr einen Zentimeter von der Nase des Schweinskopfes ab, wusch sie natürlich, legte sie dazu und hatte sie, rausschauend aus den Nasenlöchern mit Petersilie und Salatgurke garniert. Wie ich dann das Frühstück mit dem Fahrstuhl herunterdrehte, dachte ich mir noch nichts dabei, denn es war ja nur ein Spaß. Aber dann kamen ein Aufschrei, ein Gefluche, Gezeter, und Schimpfworte, welches ja eigentlich auch verständlich war. Ich glaube, so ca. 6  Wochen lang sprach Bully nich mehr mit mir, bis langsam das Eis wieder taute. Bei der nächsten  Feier waren wir wieder Freunde und gingen wieder durch Dick und Dünn. Ach Bully, solltest Du diese Zeilen lesen, melde Dich. Ich habe oft an diese Zeit zurück gedacht, bitte Verzeihe mir nochmals im nach hinein. Gruß an alle, von der Hanngrid und Atlantis (bitte Melden). Ich weiß  leider nicht mehr genau, in welchen englischen Hafen dies geschah. Wir lagen wieder einmal, und das war eigentlich ja auch zum Guten für uns, das ganze Wochenende in einem englischen Hafen, Greatyarmouth oder so ähnlich. Da war so ein alter Dampfkran mit dem Namen originellen Namen „Kapitän Horatio Hornblower“, genau dieser Kran hatte es den Matrosen  Bully angetan. Er sprach zu mir: „Komm mit, den Kran dort schauen wir uns einmal näher an.“ Der fuhr noch auf Schienen an der Kai und wurde mit Kohle betrieben. Siehe da, auch noch eine offene Tür. Das war aber eine Einladung für Bully. Er rein, fummelte und spielte so lange an den Geräten, Hebeln usw herum, bis wirklich der Kran anfing, an der Pier hin und her zu fahren. Das  machte sehr viel Spaß. Doch wir hörten dann auf, bevor es die Bobbys mitbekamen. Das hat ja  auch geklappt, aber am Montag wunderten sich die Hafenarbeiter (die Dockers), dass der der Kran  ganz woanders stand. Doch wir wussten ja von nichts. Tja, so hatten wir des Öfteren unseren gemeinsamen Spaß, weit weg von Deutschland, wo wir selten hinkamen, höchstens in die Werft.  Noch einige Namen, der Besatzungsmitglieder, die auf der HANNGRID bei der Reederei Gustav Krönke gefahren sind: * Reinhold Farber, genannt Langer (nun wohnhaft in England) * Decksmann genannt Ziege (Spitzname) * Helmut Emde (Spitzname vergessen) * Decksmann Rainer Fischer (mein Bruder, verstorben 2003) * Kapitän Hermann Eenbohm (oder Eenboom, verstorben).                                                                                                                                                             Stolz fuhren wir mit dem Wappen am Bug mit der MS Hanngrid und der MS Atlantis, sowie die MS Gerfried (die auch meistens von Halmstadt aus fuhr). von Drochtersen an der Unterelbe bei Wischhafen und Krautsand und fuhren damit in die Welt hinaus, wenn wir auch nur die Nord und Ostsee befuhren wurden wir doch sehr oft gefragt wo denn die Stadt STADE liegt, denn das war unser Heimathafen am Heck des Schiffes. Ja wir Halmstadtfahrer waren Stolz auf Halmstadt und unsere Schiffe. Da wir sehr selten nach Deutschland kamen, höchsten mal in die Werft aber einmal waren wir in Göteborg in Schweden in der Werft. Macht aber garnichts den die meisten von uns hatten ein Mädel in Halmstadt oder West-Hartlepool. So gingen die Jahre dahin aber geheiratet habe ich dann woanders. Unser Slogan hieß aber immer *Ich will nach Halmstadt zurück* Irgendwann wurde dann auch noch ein Lied daraus. 

Gesucht wird auch eine Frau Rosemarie Jansson aus Halmstadt, Schweden, wohnte in der Gyllenvärdsgatan 18 B. - Bitte melden.

Am 27.01.2009 geschrieben copyright by Hans-Jürgen Fischer

 

Login Sitemap

©2008 H.-J. Fischer | Realisation: promuro